Ein schwerer Rückschlag für die Salzburger Wirtschaft: 2025 hat das Land mit einem dramatischen Anstieg an Unternehmensinsolvenzen zu kämpfen. Laut Salzburg24 meldeten 231 Firmen Insolvenz an, was einen historischen Höchststand darstellt und einen Anstieg von über 10 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen alles andere als rosig ist.
Während es einen Rückgang bei den Privatinsolvenzen zu verzeichnen gab, müssen Unternehmen mit steigenden Belastungen kämpfen. Die Zahl der abgewiesenen Insolvenzanträge mangels Masse stieg um 22,6 %; ein klares Zeichen dafür, dass viele Firmen nicht nur vor der Insolvenz standen, sondern auch nicht die nötigen Mittel hatten, um einen Antrag zu stellen.
Branchen im Fokus
Besonders betroffen sind die Branchen Handel, Gastronomie und Baugewerbe. Im Handel gab es 66 Insolvenzfälle, gefolgt von 61 im Gastronomiebereich und 60 im Baugewerbe. Solch hohe Zahlen bewegen sich bereits über dem Niveau der Finanzkrise 2008. Es scheint, als würde sich die Wirtschaft mit großen Schritten ins nächste Krisenjahr bewegen.
Ein Blick auf die betroffenen Unternehmen zeigt zudem die dramatischen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Region. In Hallein ist die Firma HYGIA Hausbetreuung mit 95 betroffenen Mitarbeitern ebenfalls in die Insolvenz gerutscht. Auch die SBG5020 Gastro Betriebs GmbH und die G.A. Service GmbH sind in dieser schweren Lage, wobei jeweils rund 50 Beschäftigte betroffen sind. Ein Extrembeispiel ist ein Tiny House-Unternehmen in Mattsee, das mit über 18 Millionen Euro Schulden in die Pleite gegangen ist.
Die harte Realität der Zahlen
Einen klaren Überblick über die Verbindlichkeiten bietet die folgende Tabelle:
| Jahr | Eröffnete Firmeninsolvenzen | Abgewiesene Anträge (Mangel an Masse) | Privatinsolvenzen |
|---|---|---|---|
| 2024 | 209 | 177 | 374 |
| 2025 | 231 | 217 | 349 |
Die durchschnittliche Verschuldung pro Kopf bei der Eröffnung eines Regulierungsverfahrens liegt bei etwa 98.900 Euro, eine schockierende Zahl, die die Schwere der Krise verdeutlicht. Die Gesamtverbindlichkeiten im Privatsektor betrugen zudem -34,5 Mio. Euro, was die prekäre Lage vieler Haushalte widerspiegelt.
Mit diesen alarmierenden Entwicklungen wird deutlich, dass die Salzburger Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht. Der starke Anstieg der Firmenpleiten ist ein Weckruf für alle Beteiligten – da liegt was an, und es gilt, Lösungen zu finden, um die Unternehmen in dieser schweren Zeit zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern.