Am 11. Oktober 2025 fand im prächtigen Haus für Mozart die mit Spannung erwartete Verleihung des Salzburger Handwerkspreises 2025 statt. Dieser Preis würdigt herausragende Leistungen im Salzburger Gewerbe und Handwerk und setzt ein Zeichen für Innovation und Präzision trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen.

Die große Auszeichnung ging an die Trilety GmbH aus Hallein, die mit ihrer neu entwickelten Hydrostat-Kehrmaschine, die einen integrierten Fahrantrieb besitzt, den ersten Platz belegte. Diese Innovation zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Kreativität und technische Raffinesse im Handwerk sind.

Die Platzierten und ihre Preisträger

Den zweiten Platz sicherte sich die Meiberger Holzbau GmbH aus Lofer mit ihrem beeindruckenden Projekt, einer dreigeschossigen Kindertagesstätte in Berchtesgaden. Auch die Schlosserei Harasser GmbH aus Saalfelden glänzte mit ihrem Cortenstahl-Geländer der Mühlfeldwegbrücke in Hinterglemm und holte somit den dritten Platz. Neben diesen Spitzenplätzen wurden auch Anerkennungspreise vergeben:

  • Tattoo-Studio Minerva Födermayr für das kreative „Dschungel-Sleeve“-Design
  • Erich Reichl GmbH für die Restaurierung der Zwerge im Mirabellgarten
  • 3D Schmied von Christian Pirchl und Pinzgauer Stahl- und Metallbau GmbH für herausragende Stahlkonstruktionen im Porschemuseum

Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury beurteilt, die unter dem Vorsitz von Spartenobmann Bernhard Seidl tagte. Seidl hob die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems hervor, welches den Grundstein für die Fachkräfte von morgen legt. Denn gut ausgebildete Handwerker sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft, wie auch oesterreich.gv.at unterstreicht.

Aktuelle Herausforderungen für das Handwerk

Trotz der positiven Auszeichnungen zeigt sich die wirtschaftliche Lage vieler Handwerksbetriebe angespannt. Laut einer Erhebung sank der Umsatz der 216 befragten Salzburger Betriebe im Jahr 2025 um 1,1 Prozent, während 29 Prozent von ihnen ihre Geschäftslage als gut und 25 Prozent als schlecht bewerten. Insbesondere der investitionsgüternahen Bereich, wie der Bau- und Metallbranche, steht momentan unter Druck. Der WKS berichtet von ungünstigen Kennzahlen im Auftragseingang und Umsatz, wobei die Ergebnisse besser sind als im Österreichschnitt.

Die Probleme dürften vor allem auf hohe Energiepreise und eine zunehmende Konsumentenverunsicherung zurückzuführen sein. Dennoch gibt es auch Lichtblicke: Die Förderungen für Gebäudesanierungen und Heizungstausch wurden bis 2030 verlängert, was einen positiven Ausblick für die Branche bietet.

Die Teilnahme und die Einreichungen für den Salzburger Handwerkspreis sind ein wichtiger Schritt, um den Handwerkern in Salzburg eine Stimme zu geben und ihre Leistungen in den Mittelpunkt zu rücken. Das Handwerk bleibt ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen und kulturellen Identität in Salzburg. Mehr Informationen zur Teilnahme finden interessierte Betriebe unter handwerkspreis.at.