Die nervenaufreibenden Zeiten für Österreichs Wirtschaft scheinen endlich hinter uns zu liegen. Nach einem langen Abschwung, der sich über mehrere Jahre erstreckte, zeigt sich nun Licht am Ende des Tunnels. Laut den neuesten Berichten von Salzburg24 haben WIFO und IHS ihre BIP-Wachstumsprognosen für das Jahr 2025 deutlich angehoben. Von einem Nullwachstum im Juni 2025 ist man nun optimistisch und erwartet ein Wachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent.

Wie kam es zu dieser Wende? Der private Konsum hat sich als entscheidender Motor der Erholung erwiesen, während der Außenhandel jedoch weiterhin schwächelt. Zu den Herausforderungen zählt jedoch eine angehobene Inflationsprognose von 3,5 Prozent für 2025, die auf den gestiegenen Preisen für Lebensmittel und Dienstleistungen beruht. Im Jahr 2023 wurde ein reales BIP-Schrumpfen um 0,8 Prozent verzeichnet, gefolgt von einem weiteren Rückgang von 0,7 Prozent im Jahr 2024.

Konjunkturdaten und Prognosen

Ein Blick auf die nähere Zukunft zeigt, dass die Arbeitslosenquote 2025 voraussichtlich um 0,4 bis 0,5 Prozentpunkte auf 7,4 bis 7,5 Prozent steigen wird. Neuen Prognosen zufolge wird für 2026 ein leichter Rückgang auf 7,3 Prozent erwartet. Diese Zahlen wurden von den Experten der beiden Institute in ihren Berichten zusammengetragen.

Zusätzlich zu den nationalen Entwicklungen ist es interessant zu wissen, dass verschiedene Indikatoren auch gesamtwirtschaftliche Trends widerspiegeln, wie die DIHK anmerkt. Diese beinhalten nicht nur Daten zu Produktions- und Auftragslagen, sondern auch zu Preisen und Wechselkursen, die für Unternehmen von großer Bedeutung sind.

Ein Blick über die Grenzen

Die Erholung der österreichischen Wirtschaft wird jedoch auch im Kontext der Eurozone betrachtet. Vorläufige Schätzungen zeigen, dass Österreich voraussichtlich im Wachstum hinter dem Durchschnitt der Eurozone zurückbleiben wird, nämlich um 0,2 Prozentpunkte. Diese Diskrepanz könnte sich in den kommenden Jahren als entscheidend erweisen, insbesondere wenn man die Entwicklungen in Nachbarländern im Auge behält.

Insgesamt ist es ein spannender Moment für die österreichische Wirtschaft. Obwohl Herausforderungen wie Inflation und steigende Arbeitslosenzahlen bestehen, bleibt die Hoffnung auf Erholung bestehen. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, ob die Prognosen der Experten eintreffen und wie sich die wirtschaftliche Landschaft tatsächlich entwickeln wird.

Abschließend lässt sich sagen, dass der technische Fortschritt auch im Bereich der Wirtschaftsanalyse Platz greift. So werden innovative Methoden, wie Satellitendaten, bereits zur Unterstützung von Konjunkturschätzungen untersucht, was in Zukunft möglicherweise noch genauere Indikationen für Unternehmen und Investoren liefern könnte, wie die Informationen auf Destatis zeigen.