In der Gemeinde Lend, Salzburg, wird ein Hochsicherheits-Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) errichtet, das für die Datensouveränität Österreichs und der EU sorgen soll. Laut sn.at wird das Lend AI Data Center (LendAIDC) mit hochwertiger Wasserkraft aus der Umgebung betrieben und bietet einen robusten Schutz gegen ausländische Server und Quantencomputer. Werner Strasser, der Geschäftsführer von fragmentiX, erläutert, dass die Kapazitäten des Rechenzentrums nicht nur für österreichische Behörden und Unternehmen, sondern auch für die Nachbarn im EU-Ausland ausreichend sind.

Das Rechenzentrum wird in einer erheblichen umgebauten Industriehalle eingerichtet und mit einer beachtlichen Leistung von 25 Megawatt ausgestattet. Die Kühlung erfolgt durch vorhandenes Wasser, was das LendAIDC energieautonom macht. Die Hardware stellt Dell zur Verfügung, jedoch läuft dies unter den speziellen Anforderungen von fragmentiX, das bereits seit seiner Gründung im Jahr 2018 auf hochsichere Speicher- und Verschlüsselungstechnologien spezialisiert ist. Erste Test-Server laufen bereits für die Republik Österreich, und die alltäglichen Entscheidungen über Zugang und Nutzung der Daten werden von österreichischen Partnern getroffen.

Wasserkraft und Datensicherheit

Ein zentrales Anliegen des Rechenzentrums ist die Unabhängigkeit von ausländischen Servern. Diese Maßnahme trägt zur Datensicherheit und -kontrolle in der EU bei, während gleichzeitig die Voraussetzungen für die Verarbeitung von EU-klassifizierten Daten geschaffen werden. Die Systeme sind bereits jetzt EU-RESTRICTED-fähig und legen den Grundstein für die zukünftige Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in sicherem Rahmen.

Besonders spannend ist die derzeitige Diskussion über die Rolle von Quantencomputern im Bereich der KI. So berichten Fachleute, dass Quantencomputer in der Lage sind, die Leistung von Algorithmen des maschinellen Lernens signifikant zu verbessern, wie ftd.de erklärt. Forscher der Universität Wien demonstrierten kürzlich auf einem photonischen Quantenprozessor, dass diese Technologie besser mit komplexen Daten umgehen kann, was für Anwendungen in der Logistik, Finanzwelt und mehr von Interesse ist.

Die Zukunft der Quanten-KI

Diese Verschmelzung von KI und Quantencomputing birgt enormen Potenzial. Laut Informationen des Fraunhofer Instituts könnten Quantencomputer echte Sprunginnovationen in der KI liefern und Aufgaben, die auf klassischen Rechnern nur schwer zu lösen sind, in kürzester Zeit bewältigen. Dabei sind viele dieser Herausforderungen als kombinatorische Optimierungsprobleme klassifiziert, bei denen Quantencomputer einen Vorteil bieten, indem sie große Datenmengen effizient verarbeiten und Muster aufdecken, die herkömmliche Systeme übersehen würden.

Mit Projekten wie PlanQK, das den Austausch zwischen KI- und Quantencomputing-Spezialisten fördert, zeigt sich, dass die Forschung in diesem Bereich nicht nur theoretischer Natur ist, sondern bereits konkrete Anwendungen anstrebt und innovationsfördernd wirkt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Salzburg mit dem neuen Rechenzentrum eine Vorreiterrolle im Bereich der sicheren Datenverarbeitung und Künstlichen Intelligenz einnimmt, während die Schritte in die Zukunft durch Quantencomputing und innovative Technologien weiterhin mit Hochdruck verfolgt werden.