Der Winter ist für viele Autofahrer eine Herausforderung, besonders für jene, die sich auf Langstreckenreisen mit Elektroautos begeben. Doch wie sich zeigt, ist eine Reise von Salzburg in die Provence mit einem E-Auto durchaus machbar und sogar angenehm, wenn man die richtige Route und das passende Fahrzeug wählt. So begab sich ein Fahrer mit dem vollelektrischen VW ID.7 Tourer Pro S auf eine etwa 1100 Kilometer lange Strecke, die über den Brenner, durch Norditalien, entlang der ligurischen Küste bis hin zur Côte d’Azur führte. Diese Reise wurde am 8. März 2026 dokumentiert und zeigt eindrucksvoll, wie sich E-Autos auch im Winter bewähren können. Mehr Details zu dieser Reise finden Sie in dem Artikel von SN.at.

Die erste Etappe führte durch die kalten Alpen, während in der Po-Ebene bereits mildere Temperaturen herrschten. Der VW ID.7 Tourer Pro S, ausgestattet mit einer 86-kWh-Batterie und einem hocheffizienten Thermomanagement, bewältigte die Kälte mit Bravour. Auf dem Weg gab es jedoch einige Herausforderungen bezüglich der Ladeinfrastruktur. Diese war wechselhaft, mit leistungsfähigen Stationen, die jedoch teilweise defekt oder bereits belegt waren. Eine Übernachtung in Piacenza wurde empfohlen, um die Reise angenehm zu gestalten.

Eine entspannte Fahrt durch die Provence

Am zweiten Reisetag ging es weiter durch Ligurien entlang der Küstenautobahn zwischen Genua und Ventimiglia. Hier stellte sich heraus, dass die Ladeinfrastruktur in Frankreich hervorragend war, mit Schnellladern, die omnipräsent waren. Die Reise führte durch die Provence Verte, eine Region, die für ihre Nachhaltigkeit bekannt ist. In Correns, einem kleinen Dorf mit nur 900 Einwohnern, gibt es zwei 22-kW-Ladepunkte, die die Reiseplanung erleichtern. Weitere schöne Reiseziele auf der Route waren Cassis, Marseille, Aix-en-Provence und Saint-Paul-de-Vence.

Die Rückfahrt nach Salzburg dauerte etwa 13 Stunden und erforderte nur drei kurze Ladevorgänge. Insgesamt legte der Fahrer eine Distanz von ca. 2300 km zurück und hatte einen Durchschnittsverbrauch von 19,9 kWh. Diese Erfahrungen zeigen, dass Langstreckenreisen mit Elektroautos auch im Winter möglich sind, ohne dass signifikante Reichweitenverluste zu verzeichnen sind. Allerdings wurde auch deutlich, dass die urbane Ladeinfrastruktur in vielen Regionen noch Nachholbedarf hat.

Realistische Reichweiten und Verbrauchswerte

Ein Blick auf die Tests des ADAC zeigt, dass E-Autos bei winterlichen Bedingungen eine Reihe von Herausforderungen meistern müssen. In einem Test, der die Reichweite von 25 Elektroautos bei 0 Grad Celsius untersuchte, konnte nur der Mercedes EQS eine Strecke von 582 km ohne nachzuladen bewältigen. Die getesteten Fahrzeuge wiesen eine Preisspanne von 42.900 bis 129.900 Euro auf und hatten Akkugrößen zwischen 71 und 118 kWh. Bei Autobahntempo und kalten Temperaturen verbrauchen Elektroautos mehr Energie, was die Reichweite verringert. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Test war, dass viele Hersteller realistischere Reichweitenangaben unter winterlichen Bedingungen machen sollten. Weitere Details zu den Testergebnissen finden sich im Artikel des ADAC.

Insgesamt zeigt sich, dass Elektroautos heute durchaus für lange Reisen geeignet sind, ähnlich wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dennoch gibt es beim Ladenetzwerk Verbesserungspotenzial, auch wenn es mittlerweile eine gewisse Alltagstauglichkeit bietet. Bei einer Testfahrt von Stuttgart nach Dresden wurden Faktoren wie Fahrzeughardware und Antrieb deutlich, die für stressfreies Reisen entscheidend sind. Die Effizienz der Motoren, vor allem der Permanentmagnet-Synchronmotoren, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Schnellladestationen mit 150 kW und mehr sind mittlerweile üblich und ermöglichen es, die Reichweite schnell aufzufrischen. Für eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Testergebnissen und Strategien für Langstreckenfahrten sei auf den Artikel von Auto Motor und Sport verwiesen.