Gestern fand in Salzburg der Jungunternehmertag statt, ein genialer Höhepunkt für die lokale Wirtschaftsszene. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler eröffnete die Veranstaltung und setzte damit ein Zeichen für die zentrale Rolle der Jungen Wirtschaft in Salzburg. Die Zahl der Neugründungen ist beeindruckend: Im Jahr 2024 wurden über 2.400 neue Unternehmen gegründet. Der Durchschnitt der Gründer liegt bei 37,4 Jahren, was zeigt, dass frischer Wind und innovative Ideen hier großgeschrieben werden.

Ein wichtiges Anliegen der Veranstaltung war es, bürokratische Hürden abzubauen. Eine neu gegründete Arbeitsgruppe von Land, WKS und der Industriellenvereinigung wird sich damit beschäftigen und insbesondere Jungunternehmer unterstützen. WKS-Vizepräsident Manfred Rosenstatter ermutigte die Teilnehmer, ihre Visionen unbeirrbar zu verfolgen. Die Unternehmer sollen an ihren Träumen festhalten, denn hier steckt viel Potenzial.

Einblick in die Welt der Unternehmen

Der Nachmittag bot spannende Betriebsbesichtigungen bei LOOP New Media, dem Salzburger Flughafen, M. Kaindl und Commend International. Zudem hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, beim Rundgang im Stadion von FC Red Bull Salzburg einen Blick hinter die Kulissen des Spitzensports zu werfen. Inspirierende Keynotes und praxisnahe Masterclasses rundeten das Programm ab. Manfred Hückel, der ehemalige CCO von Red Bull, lieferte beeindruckende Einblicke in Weltklasse-Leistungen. Auch Theresa Kaindl, eine Unternehmerin aus der High-Fashion-Fotografie, sprach über Mut und unternehmerischen Geist.

Zusätzlich zu diesen hochkarätigen Rednern scharten sich Experten um die Teilnehmer und hielten Masterclasses zu Themen wie Cybersecurity, IT-Compliance und Künstliche Intelligenz ab. Der Gründer von Waterdrop, Henry Murray, teilte seinen Weg zum internationalen Erfolg und verlieh dem Tag den passenden Anstrich.

Unterstützung für grüne und innovative Ideen

Doch nicht nur auf dem Jungunternehmertag wird die Bedeutung von Innovation erkannt. In Österreich werden jährlich rund 40.000 Unternehmen gegründet, die meisten davon kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese spielen eine zentrale Rolle in der Wirtschaft und sind Motor für Wachstum, neue Arbeitsplätze und innovative Ideen. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt junge Startups und investiert jährlich rund 90 Millionen Euro in Projekte, die die Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung von Ideen fördern. Aber auch spezifische Programme wie das Preseed I Seedfinancing im Deep-Tech-Bereich bieten Unterstützung für hochtechnologische Startups, die substanzielle wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnbringend umsetzen wollen. Solche Initiativen heben die Attraktivität von Unternehmensgründungen in Bereichen wie Life Sciences, Umwelttechnologien oder Kommunikationstechnologien hervor.

Die jungen Unternehmer in Salzburg können also auf eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten bauen – sei es durch finanzielle Zuschüsse oder individuelle Beratungsleistungen. Gerade dies ist ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der heimischen Wirtschaft weiter zu stärken. Die Initiative der Arbeitsgruppe zur Entbürokratisierung ist dazu eine willkommene Ergänzung und trägt dazu bei, dass Salzburg als Standort für Unternehmensgründungen hoch im Kurs steht.

Lisa Rieder, die Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, unterstrich die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für den Austausch und die Inspiration unter den Jungunternehmern. Im vergangenen Jahr wurden bereits 20 Veranstaltungen in den Bezirken durchgeführt, um ein Forderungspapier für Jungunternehmer zu erarbeiten. Die Zukunft der Wirtschaft in Salzburg sieht vielversprechend aus, und der Jungunternehmertag hat dies eindrucksvoll bewiesen.