In Salzburg tut sich einiges in der Welt der Softwareentwicklung. Die lokale Firma Copa-Data, gegründet 1987 von Thomas Punzenberger, hat sich einen Namen als Anbieter von Software zur Steuerung und Überwachung von Produktionsanlagen in der Industrie und Energiebranche gemacht. Mit Produkten, die von der Software unterstützt werden, werden unter anderem Kopfschmerztabletten, Mineralwasser und Pizza hergestellt. Nach nur vier Jahren seit der letzten Erweiterung investiert das Unternehmen über zehn Millionen Euro in den Ausbau seiner Zentrale in der Karolingerstraße in Salzburg-Maxglan, hinter dem Tierheim. Diese zweite Erweiterung wird nicht nur größer sein, sondern umfasst auch eine Tiefgarage. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem Artikel von SN.
Thomas Punzenberger hat seine Anteile in einer Familienstiftung gebündelt, um sicherzustellen, dass das Unternehmen in Salzburg bleibt und sich weiterentwickeln kann. Aktuell beschäftigt Copa-Data 450 Mitarbeiter in 29 Büros weltweit und hat 14 Tochtergesellschaften, die die Software verkaufen und anpassen, sowie 15 Distributoren. Die Software Zenon, die es ermöglicht, Maschinendaten zu erfassen und Produktionsprozesse zu verbessern, wird in verschiedenen Branchen eingesetzt, darunter Energiewirtschaft, Pharmaindustrie, Automobilbranche und im Food-and-Beverage-Bereich. 2024 wurden rund 30.000 Lizenzen dieser Software verkauft, mit über 300.000 Installationen weltweit. Dies zeigt, wie stark die Nachfrage nach innovativen Softwarelösungen ist.
Wachstum und Innovation
Das Jahr 2024 war für Copa-Data ein äußerst erfolgreiches Jahr, mit einem Umsatz von 99 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von rund 10 Millionen Euro. Durch die bewusste Entscheidung von Thomas Punzenberger, auf externe Investoren zu verzichten, wurde das Unternehmen größtenteils aus eigenem Cashflow aufgebaut. Sein Ziel war es, Automatisierungsprozesse für auch weniger erfahrene Nutzer zugänglich zu machen. Dies spiegelt sich in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Software wider, die bereits nach vier Jahren die erste marktfähige Version erreichte.
Ein Blick auf den Softwareentwicklungsmarkt zeigt, dass die Branche im Jahr 2023 eine Marktgröße von 142,1 Milliarden USD erreichte, mit einem geschätzten Wachstum von über 6,5 % zwischen 2024 und 2032. Treiber dieses Wachstums sind zunehmende Digitalisierungsinitiativen und Investitionen in Software-Engineering zur Verbesserung der Effizienz und Kundenerlebnisse. Die Prognose für die Marktgröße im Jahr 2032 liegt bereits bei 255,2 Milliarden USD. Auch Copa-Data profitiert von diesen Trends und hat sich durch ein internationales Vertriebsnetzwerk etabliert, das Kunden weltweit unterstützt.
Familienunternehmen mit Zukunft
Thomas Punzenberger bereitet seine Söhne Lukas und Felix auf die Unternehmensnachfolge vor. Lukas ist bereits Director Product Management, während Felix als Team Lead Professional Services and Templates tätig ist. Diese familiäre Kontinuität sorgt nicht nur für Stabilität, sondern bringt auch frische Ideen und Perspektiven in das Unternehmen. Trotz seiner weiterhin großen Leidenschaft für die Entwicklung von Zenon hat Thomas Punzenberger in den letzten drei bis vier Jahren nicht mehr selbst programmiert, was darauf hindeutet, dass er sich mehr auf strategische Entscheidungen konzentriert.
Insgesamt zeigt die Entwicklung von Copa-Data, wie ein innovatives Unternehmen aus Salzburg nicht nur lokal, sondern auch international Fuß fassen kann. Die Verbindung von Tradition, Innovation und familiärer Verantwortung könnte als Vorbild für andere Unternehmen in der Region dienen und die Bedeutung der Softwareentwicklung im aktuellen Markt unterstreichen. Mehr über die Herausforderungen und Chancen in der Branche finden Sie in einem Beitrag von Global Market Insights.