Heute ist der 20.04.2026 und die Vorfreude auf die bevorstehende Vierschanzentournee ist bei den heimischen Skisprungfans spürbar. Ein ganz besonderer Akteur in diesem Jahr ist Stefan Kraft, der erstmals als frischgebackener Vater in den Wettkampf zieht. Im Interview hat der Weltklasse-Springer über die Herausforderungen und Erwartungen gesprochen, die ihn in dieser Saison begleiten.

Kraft, der nach einem durchwachsenen Saisonstart nicht als Topfavorit anreist, sieht sich selbst in der Rolle eines Jägers, der die Klingen mit der Konkurrenz kreuzt. Trotz der gedämpften Erwartungshaltung fühlt er sich fit und bereit, auch wenn die Bedingungen in Engelberg alles andere als einfach waren. Seine Lieblingsschanze in Oberstdorf könnte jedoch der Ort sein, an dem er wieder an seine besten Leistungen anknüpfen kann.

Ein neuer Lebensabschnitt

Die Geburt seiner Tochter hat Kraft emotional bewegt und ihm ein Gefühl von Verantwortung gegeben. Dennoch betont er, dass er sich beim Springen nicht von familiären Gedanken ablenken lässt. „Nur am Balken denke ich nicht an meine Tochter“, sagt er und beschreibt das Vater-Werden als ein einzigartiges, überwältigendes Gefühl. Kaum war er nach der Geburt wieder im Training, da brennt der Wunsch, die großen Ziele wie die Skiflug-WM und die Olympischen Spiele zu erreichen, in ihm.

Auf die jüngeren Athleten im Team schaut Kraft mit Freude – anstatt Druck zu verspüren, gibt er ihnen wertvolle Ratschläge, wie etwa aus Fehlern zu lernen und offen für Fragen zu sein. „Skispringen ist Adrenalin pur, die beste Sportart, ein Gefühl des Fliegens ohne Motor“, beschreibt er seine Leidenschaft.

Die Herausforderung der Vierschanzentournee

Die Vierschanzentournee hat eine lange und glorreiche Geschichte, die von herausragenden Athleten geprägt ist. So gewann Sven Hannawald als erster Springer in der Saison 2001/02 alle vier Einzelkonkurrenzen. Auch Kamil Stoch konnte dieses Kunststück in der Saison 2017/2018 wiederholen. Diese Erfolge zeigen, wie hart umkämpft die Tournee ist und welche Herausforderungen auf jeden Teilnehmer warten.

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In den letzten Jahren haben sich die Bedingungen für die Athleten verändert, nicht zuletzt durch den Neubau der Schanzen in Partenkirchen 2007, die den Springerinnen und Springern moderne Anlagentechnik bieten. Kraft ist sich sicher, dass er trotz der Konkurrenz und der neuen Herausforderungen an seine früheren Erfolge anknüpfen kann. „Ich bleibe motiviert durch die Freude am Training und den Wunsch zu gewinnen“, betont er.

In seiner Freizeit findet Kraft Balance beim Spielen mit der Nintendo Switch oder beim Entspannen in der Sauna. Es sind diese kleinen Auszeiten, die ihm helfen, die nötige Konzentration für die Wettkämpfe zu finden. Mit einem klaren Fokus auf seine Saisonziele und dem unermüdlichen Willen, sich immer weiter zu verbessern, ist er bereit, die Herausforderung der Vierschanzentournee anzunehmen.