Am 18. April 2026 trat der Salzburger Judoka Thomas Scharfetter bei der Judo-Europameisterschaft in Tiflis an und erzielte mit dem fünften Platz sein bisher bestes Karriereergebnis. In der Gewichtsklasse bis 90 kg zeigte der 25-Jährige eine überzeugende Leistung, auch wenn der Kampf um die Bronzemedaille gegen den Rumänen Alex Cret nach nur einer halben Minute durch Ippon verloren ging. Hinterher gestand Scharfetter, dass er im Finale nicht wachsam war und die taktische Linie nicht durchziehen konnte.

Sein Weg ins Turnier war jedoch beeindruckend: Nach einem Freilos und zwei Siegen musste er im Viertelfinale gegen den Serben Nemanja Majdov eine Niederlage hinnehmen. Doch das ließ ihn nicht aufgeben – über die Hoffnungsrunde kämpfte er sich mit einem weiteren Sieg zurück ins Medaillenrennen. Trotz der Enttäuschung über die verpasste Medaille war ÖJV-Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch mit seiner Leistung zufrieden. Der Samstag war für das restliche österreichische Team jedoch ein Rückschlag, da mehrere Athleten frühzeitig ausschieden. Österreich droht nun das zweite medaillenlose EM-Jahr in Folge, und die letzte Hoffnung liegt auf Movli Borchashvilli, der am Sonntag kämpft.

Ein Aufstieg voller Erfolge

Thomas Scharfetter wurde am 12. November 1999 in St. Johann im Pongau geboren und hat sich nicht nur im Judo, sondern auch im Ranggeln einen Namen gemacht. Er wurde bereits 2022 und 2024 zum Hundstoa-Hagmoar gekürt, was seinen Status als herausragender Kampfsportler festigt. 2022 trat er gegen 16 Athleten um den Titel an und sicherte sich mit einem Sieg und einem Unentschieden den ersten Titelgewinn für einen Pongauer seit 2005. Im Jahr 2024 gewann er erneut das Finale beim Hundstoa-Ranggeln gegen Andreas Moser aus Piesendorf.

Eine Handverletzung, die ihn im April 2024 von der Teilnahme an der Judo-Europameisterschaft abhielt, stellte sich im Nachhinein als nicht hinderlich heraus, da er sich im Ring in Topform präsentierte. Scharfetter ist ein Beispiel für Entschlossenheit und Durchhaltevermögen, was sich in seinen Leistungen widerspiegelt.

Die Judo-Europameisterschaften 2024

Die Judo-Europameisterschaften 2024 finden vom 25. bis 28. April in Zagreb, Kroatien, statt. Mit über 427 Athleten aus 47 Nationen wird die Veranstaltung ein großes Spektakel bieten. In insgesamt 14 Gewichtsklassen werden 15 Medaillen vergeben. Die Medaillenvergabe wird besonders spannend, da die Titelverteidiger und die Neulinge um die besten Plätze kämpfen werden. Es bleibt abzuwarten, ob Österreich in diesem Jahr die Wende schaffen kann, nachdem die letzte Medaille vor zwei Jahren von Shamil Borchashvili gewonnen wurde.

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Mit seinen bisherigen Erfolgen zeigt Thomas Scharfetter, dass er bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen und vielleicht schon bald die Medaille nach Hause zu bringen, die ihm so knapp entgangen ist.