In der Bundesliga gibt es ein neues Gesicht: Rouven Schröder wurde als neuer Sportchef von Borussia Mönchengladbach verpflichtet. Der 43-Jährige, der zuvor den Posten bei RB Salzburg innehatte, muss sich gleich mit einem großen Berg an Herausforderungen auseinandersetzen. Nachdem Roland Virkus Ende September nach dreieinhalb Jahren zurücktrat, ist Schröder die erste externe Entscheidung in 17 Jahren.
Sein Wechsel an den Niederrhein war nicht ganz günstig. Um die Ablösesumme zu stemmen, die zwischen 700.000 und 1,5 Millionen Euro lag, übernahm Schröder einen Teil der Summe selbst. Diese Personalentscheidung hat Geschäftsführer Stefan Stegemann positiv zur Kenntnis genommen und die Bereitschaft von Schröder, einen Teil der finanziellen Last zu tragen, wurde als Zeichen seines Engagements gewertet. Die Verhandlungen waren angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen beider Seiten schwierig, da die Borussia die Ablösesumme unter einer Million Euro halten wollte, während Salzburg mehr forderte. Die Differenz, im niedrigen sechsstelligen Bereich, wurde von Schröder selbst abgedeckt, was seine Motivation unterstreicht.
Dringende Fragen im Trainerteam
Eine der ersten großen Aufgaben, die Schröder bevorsteht, ist die Klärung der Trainerfrage in Gladbach. Interimstrainer Eugen Polanski, der die Mannschaft nach der Entlassung von Gerardo Seoane übernommen hat, muss sich bis zur Länderspielpause im November beweisen. In den ersten Spielen unter seiner Leitung gab es enttäuschende Ergebnisse, darunter ein 1:1 gegen Bayer Leverkusen und ein torloses Remis gegen den SC Freiburg.
Aktuell steht die Borussia mit nur drei Punkten auf dem letzten Platz der Bundesliga. Der 1. FC Heidenheim hat einen Punkt mehr auf dem 17. Rang, während St. Pauli mit sieben Punkten auf dem 14. Platz liegt. Dies erhöht den Druck auf Schröder und Polanski ungemein. Ein Sieg gegen den 1. FC Union Berlin könnte nicht nur für etwas Luft sorgen, sondern auch die Position von Polanski festigen.
Erfahrungen, die zählen
Rouven Schröder bringt eine breite Palette an Erfahrungen mit. Vor seiner Zeit in Salzburg war er unter anderem Sportdirektor bei Greuther Fürth, Werder Bremen, FC Schalke 04 und RB Leipzig. Seine kommunikativen Fähigkeiten und sein Fachwissen sind gerade jetzt von großer Bedeutung, da Gladbach vor einer entscheidenden Phase steht. Das Team braucht dringend neue Impulse, um aus der momentanen Krise herauszukommen. Ein Blick auf die Verfügbarkeit anderer Manager zeigt, dass die Auswahl in der Branche groß ist, aber Gladbach setzt nun auf den neuen Sportchef.
Mit seinem Engagement und der Bereitschaft, finanzielle Risiken einzulegen, hinterlässt Schröder bereits erste Spuren. Bodenschätze und ein gutes Händchen für Personalfragen könnten das Zünglein an der Waage sein, um Borussia Mönchengladbach in stabileres Fahrwasser zu führen.
Wir werden gespannt beobachten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt und welche Entscheidungen Schröder treffen wird. fr.de berichtet über die Hintergründe und vorläufigen Pläne, während sueddeutsche.de die Herausforderungen bei Gladbach unter die Lupe nimmt. Zudem bietet transfermarkt.de einen Überblick über verfügbare Manager und deren aktuelle Situationen in der Liga.