Die Suche nach Stabilität im Mannschaftsgefüge von Red Bull Salzburg geht weiter. Nach der kurzen Amtszeit von Pep Lijnders, der im Sommer 2024 als Trainer verpflichtet wurde, hat Thomas Letsch nun das Zepter übernommen. Die Hoffnung auf einen frischen Wind in der österreichischen Bundesliga bleibt aber bislang unerfüllt. Lijnders wurde nach nur fünf Monaten im Dezember 2024 aufgrund einer balancierten Bilanz von 13 Siegen, 7 Unentschieden und 8 Niederlagen in 28 Pflichtspielen entlassen. Unter seiner Führung hatte die Mannschaft jedoch immerhin den Sprung in die Champions League geschafft, bevor er mit einem Punkteschnitt von 1,64 den schlechtesten Wert seit 2005 vorzuweisen hatte. Nach dem Rücktritt führte Letsch nach zehn Spieltagen die Mannschaft lediglich auf den zweiten Platz mit 18 Punkten, vier Zähler hinter dem Erzrivalen Sturm Graz und damit auch mit einem schlechteren Torverhältnis (21:14) im Vergleich zu seinem Vorgänger, der mit 22:12 dasteht.
Doch nicht alles ist verloren: Salzburg-Boss Stephan Reiter hat klargestellt, dass Letsch trotz dieser schwierigen Situation als Trainer bleibt. Auch wenn der Punkteschnitt von 1,58 nach 40 Spielen zu wünschen übrig lässt, soll nach einem Block von sieben Spielen eine Evaluation der Situation erfolgen. Letsch selbst ist sich der Herausforderungen bewusst und hat angekündigt, dass in der Europa League, wo der nächste Gegner Ferencváros Budapest heißt, unbedingt Punkte gesammelt werden müssen.
Letschs Rückkehr und die neue Herausforderung
Für Thomas Letsch bedeutet die Rückkehr zur Salzburger Fußballakademie eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, nachdem er zuvor beim VfL Bochum tätig war. Letsch, der einst für die U16 und U18 von Salzburg verantwortlich war, unterschrieb einen Vertrag bis zum Sommer 2027. An seiner Seite wird der ehemalige Profi Kai Hesse als Co-Trainer fungieren. Die Neubesetzung des Trainerstuhls und die positive Einschätzung des neuen Sportvorstands Rouven Schröder deuten darauf hin, dass man in der Führungsetage optimistisch auf einen Umschwung hofft.
Aktuell befindet sich Salzburg in der Bundesliga auf dem fünften Rang und hat zehn Punkte Rückstand auf die Tabellenführer aus Graz. In der Champions League gestaltete sich die Bilanz jedoch als besonders mager: In sechs Spielen konnten nur ein Sieg (gegen Feyenoord) und fünf Niederlagen verbucht werden, was nicht nur für Unmut, sondern auch für eine immense Drucksituation sorgt.
Ausblick auf kommende Spiele
Die kommenden Herausforderungen sind nicht ohne. Letsch und seine Mannschaft müssen in den nächsten Wochen gegen Austria Wien, WSG Tirol, SV Ried und Go Ahead Eagles antreten. Besonders das Duell mit dem Meister Sturm Graz am 9. November ist ein weiteres Schlüsselspiel, das sowohl für die Tabelle als auch für die moralische Stabilität des Teams von großer Bedeutung sein könnte. Doch um sich in der Bundesliga und Europa zu behaupten, wird ein deutlicher Leistungsschub nötig sein.
Für alle Fans gilt es nun, optimistisch zu bleiben und die Daumen zu drücken, dass sich unter Letsch bald der ersehnte Erfolg einstellt. Während die Liga weiterhin spannend bleibt, bleibt die Frage: Kann Letsch Salzburg zurück an die Spitze führen?
Einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen in der Bundesliga bietet auch Transfermarkt.
Kicker berichtet, welche Veränderungen Letsch mit sich bringt und wie die aktuellen Herausforderungen für Salzburg aussehen.
Lesen Sie mehr zu den Gründen für Lijnders’ Entlassung und der neuen Perspektive unter Salzburg24.