In Salzburg ist der Fußball mehr als nur ein beliebter Sport – er ist eine echte Industrie, die mit über 113 Millionen Euro zu Buche schlägt. Jeder 296. Euro, der im Bundesland ausgegeben wird, hängt mit diesem faszinierenden Spiel zusammen. Das zeigt die aktuelle Studie der Econmove GmbH, die im Auftrag des ÖFB und der Landesverbände erstellt wurde. Der Salzburger Fußballverband, der größte Sportverband des Landes, zählt stolze 133 Vereine und 25.000 Mitglieder.
Die Zahlen sind beeindruckend: Fußball generiert nicht nur eine beträchtliche Wertschöpfung, sondern sichert auch 2.079 Arbeitsplätze in der Region. Dazu kommen 3.439 Ehrenamtliche, die jährlich fast 800.000 unbezahlte Stunden in den Sport investieren. Wäre diese ehrenamtliche Arbeit entlohnt, würde das die öffentliche Hand mit jährlich 10,76 Millionen Euro belasten. Doch Fußball hat auch positive Effekte: Er entlastet die öffentliche Hand und spart dem Gesundheitssystem etwa 3,6 Millionen Euro pro Jahr. Der monetarisierte Nutzen durch Integration, Inklusion und Kriminalitätsprävention beträgt rund 58 Millionen Euro, während der individuelle Gewinn an Lebensqualität knapp 48 Millionen Euro ausmacht. Wolfgang Zingerle, Präsident des Salzburger Fußballverbandes, bezeichnet die Studie als einen Meilenstein für künftige Verhandlungen.
Wirtschaftliche Bedeutung und Beschäftigung
Der Einfluss des Fußballs auf die Wirtschaft ist unbestreitbar. Laut einer anderen Studie von SportsEconAustria, die bereits im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, hat der Fußballsport in Österreich eine volkswirtschaftliche Bedeutung, die bisher oft unterschätzt wurde. In der gesamten Branche, die Profi- und Amateurvereine sowie die Sportartikelproduktion umfasst, beläuft sich die jährliche Wertschöpfung auf stolze 317,5 Millionen Euro – inklusive multiplikativer Effekte sind es sogar über 501 Millionen Euro.
Insgesamt hängen direkt oder indirekt 41.201 Arbeitsplätze vom Fußball ab. Die größten Beschäftigungseffekte finden sich in den Vereinen selbst, wo etwa 16.300 Arbeitsplätze direkt durch den Profisport gesichert werden. Auch die Ausbildung und Nachwuchsarbeit leistet mit 6.650 direkt und 10.500 totalen Arbeitsplätzen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität.
Gesellschaftliche Effekte und Integration
Die gesellschaftlichen Auswirkungen des Fußballs sind nicht zu unterschätzen. Die Gesundheitswirkungen physischer Aktivitäten, der Wert des Ehrenamts sowie die Förderung von sozialer Kohäsion und Integration spielen eine entscheidende Rolle. Fußball hat das Potenzial, die Markenwerte Österreichs zu stärken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Diese nicht-pekuniären Effekte sind ebenso wichtig wie die wirtschaftlichen Kennzahlen.
Insgesamt zeigt sich, dass der Fußball in Salzburg und ganz Österreich weit mehr ist als nur ein Sport. Er ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, ein Motor für Arbeitsplätze und vor allem ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Die vorliegenden Studien belegen eindrucksvoll, dass der Fußball eine Querschnittsmaterie darstellt, die sich durch verschiedene Branchen zieht und dadurch einen positiven Einfluss auf das Leben vieler Menschen hat.