Heute ist der 20.04.2026 und wir blicken auf die faszinierende Geschichte des Flughafens Salzburg, der sich von einer bescheidenen Holzbaracke zu einem der bedeutendsten Regionalflughäfen Österreichs entwickelt hat. Die Wurzeln der Luftfahrt in Salzburg reichen bis ins Jahr 1811 zurück, als das erste Luftschiff die Lüfte über der Stadt eroberte. Seitdem hat sich viel getan und die Luftfahrtgeschichte der Stadt ist geprägt von zahlreichen Meilensteinen.
Vor dem Ersten Weltkrieg wagte der Salzburger Hochadel erste motorisierte Flüge und das k.u.k.-Militär zeigte reges Interesse an der neuen Technologie. 1920 wurde der erste Versuch unternommen, ein Flugfeld in Maxglan einzurichten, doch der Entente-Diktat setzte dem Vorhaben ein Ende. Mit der Eröffnung des Flughafens Salzburg am 16. August 1926, der mit einer Holzhütte als erstem Gebäude aufwartete, war der Grundstein für eine neue Ära gelegt. Die erste Fluggesellschaft, die Deutsche Luft Hansa, sorgte im Sommer 1926 für tägliche Verbindungen zwischen München, Salzburg und Bad Reichenhall.
Von der Kriegszeit zur Blütezeit
Der Flughafen nahm während des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle ein, nachdem die Wehrmacht die Kontrolle übernahm. Ein massiver Bombenangriff am 16. Oktober 1944 forderte tragischerweise 531 Menschenleben, doch der Flughafen blieb unbeschädigt. Nach dem Krieg, am 8. Mai 1945, rückten die US-Truppen ein und die US Air Force übernahm den Flugbetrieb. Der erste Verkehrsflugzeug der Nachkriegszeit landete am 10. August 1947, und die Verbindung von Sabena bis nach Salzburg folgte 1950.
Mit der Rückgabe der Lufthoheit an Österreich im Jahr 1955 übernahm die Salzburger Flughafen Betriebsgesellschaft den Betrieb. 1966 wurde der Flughafen für das Jet-Zeitalter gerüstet, als die erste Boeing 727 landete und die Wintersportgebiete für starken Charterverkehr sorgten. Prominente Gäste, darunter Königin Elizabeth II. und mehrere US-Präsidenten, besuchten den Flughafen, der sich zunehmend auch als politischer Treffpunkt etablierte.
Moderne Entwicklungen und Herausforderungen
Die 1980er Jahre brachten eine Reihe von Erweiterungen und Verbesserungen mit sich, darunter die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.550 Meter im Jahr 1983 sowie die Landung der ersten Concorde im Jahr 1984. Mit über 1,1 Millionen Passagieren im Jahr 1995 war der Flughafen auf dem Weg zur Blütezeit. Der Eintritt von Billigfluggesellschaften wie Ryanair im Jahr 2001 veränderte die Landschaft des Flugverkehrs in der Region und machte das Fliegen für viele Menschen erschwinglicher.
Die Corona-Pandemie im Jahr 2020 stellte jedoch eine erhebliche Herausforderung dar und führte zu einem Einbruch des Flugverkehrs. Dank staatlicher Kurzarbeit konnte der Flughafen jedoch stabil bleiben. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Generalsanierung der Piste 15/33, die 2019 abgeschlossen wurde, sowie die Planung eines neuen Terminals bis 2033. Der Baustart des neuen Terminals ist für 2027 vorgesehen, mit Kosten von etwa 105 Millionen Euro. Verzögerungen aufgrund von PFAS-Schadstoffen im Boden haben jedoch den Zeitplan beeinflusst.
Die Zukunft des Flughafens
Der Flughafen Salzburg beschäftigt rund 2.000 Menschen und beherbergt über 100 Unternehmen. Er bleibt der bedeutendste Regionalflughafen Österreichs und verzeichnet jährlich etwa 1,8 Millionen Passagiere. Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, investiert der Flughafen in Photovoltaik, LED-Beleuchtung und eine elektrische Fahrzeugflotte, mit dem Ziel, bis 2040 Netto-CO₂-Neutralität zu erreichen.
Die Geschichte des Flughafens Salzburg ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklung der Luftfahrt in Österreich und die Anpassungsfähigkeit an neue Herausforderungen. Mit einem reichen Erbe und einer spannenden Zukunft wird der Flughafen auch weiterhin eine Schlüsselrolle in der Region spielen.