Ein Airbus der Fluggesellschaft Eurowings sorgte am Dienstag in Salzburg für Aufregung, als er nach dem Abheben nach Griechenland aufgrund eines Vogelschlags umkehren musste. Über dem bayerischen Freilassing gerieten beim Aufstieg mehrere Vögel in die Triebwerke, was die Piloten dazu veranlasste, aus Sicherheitsgründen sofort zum Salzburger Flughafen zurückzukehren. Wie oe24 berichtet, drehte die Maschine anschließend mehrere Warteschleifen im oberösterreichischen Innviertel, bevor sie nach etwa 30 Minuten sicher in Salzburg landete. Die Maschine wird nun gründlich technisch überprüft.
Vogelschläge stellen ein ernstzunehmendes Risiko für den Luftverkehr dar. Kollisionen mit Vögeln können im schlimmsten Fall zu schweren Unfällen führen. Im Jahr 2023 wurden im deutschen Luftraum bereits 1.779 Vogelschlag-Vorfälle registriert, berichtet WAZ. Besonders häufig treten solche Vorfälle während Start und Landung auf, wobei oft ganze Schwärme von Vögeln betroffen sind. Ein bemerkenswerter Fall war eine Notwasserung eines Jets auf dem Hudson River, nach dem ein Vogelschlag massive Schäden verursachte. Verantwortlich für die Reduzierung solcher Unfälle ist unter anderem der Deutsche Verband für biologische Flugsicherheit (DAVVL), der seit 60 Jahren an der Thematik arbeitet.
Blickt man auf die Ursachen und Gefahren des Vogelschlags, wird deutlich, dass moderne Verkehrsmittel wie Flugzeuge für Vögel besonders riskant sind. Vögel übersehen häufig Hindernisse, was zu Kollisionen mit Flugzeugturbinen führen kann. Jährlich entsteht durch Vogelschläge in der Luftfahrt ein Schaden von über zwei Milliarden Euro. In Deutschland verunglücken alleine mehr als 100 Millionen Vögel pro Jahr an Glasscheiben, wie Wikipedia anmerkt. Große Vögel verursachen oft die erheblichsten Schäden, und auch bei kleineren Vögeln sind die Auswirkungen nicht zu vernachlässigen.
Wie gehen Fluggesellschaften und Flughäfen mit dieser Herausforderung um? Eine Vielzahl von Maßnahmen wird ergriffen, um das Risiko von Vogelschlägen zu minimieren. Flughäfen versuchen, vogelfreie Zonen zu schaffen, indem sie Nahrungsquellen und Verstecke vermeiden. Zu den Techniken gehören der Einsatz von Vogelscheuchen und Pyrotechnik sowie die ständige Überwachung der Umgebung durch speziell geschultes Personal. Radartechnologie wird sogar genutzt, um Vögel in der Nähe des Flughafens rechtzeitig zu erkennen.
Mit der Zunahme des Flugverkehrs und den täglichen Herausforderungen durch Vogelschläge bleibt die Sicherheit in der Luftfahrt eine ständige Aufgabe für Airlines, Flughäfen und Behörden. Die Vorfälle in Salzburg verdeutlichen, wie schnell die Situation sich ändern kann und wie wichtig präventive Maßnahmen sind. Es bleibt zu hoffen, dass die technischen Überprüfungen der Eurowings-Maschine reibungslos verlaufen und zukünftige Unfälle vermieden werden können.