Am 24. Dezember 2025 ereignete sich ein besorgniserregender Vorfall am Salzburger Hauptbahnhof, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Sicherheit von Kindern in Bahnhöfen lenkt. Ein eineinhalbjähriges Kind wurde in einem Gepäckfach eingeschlossen, während seine Mutter mit ihren drei Töchtern, im Alter von 15, 5 und einerinhalb Jahren, von Wien in die Schweiz unterwegs war. Während die Mutter das Kleinkind wickelte, verschwand das Kind unerwartet und Reisende berichteten von Schreien aus einem Schließfach. Trotz der schnellen Reaktion von Bahnmitarbeitern, die zunächst versuchten, das Fach zu öffnen, musste letztendlich die Feuerwehr gerufen werden, um das Schließfach gewaltsam zu öffnen.
Die Polizei bestätigte den Vorfall, stellte jedoch kein Fremdverschulden fest. Es wird vermutet, dass das Kind in einem unbeobachteten Moment selbstständig in das Schließfach gelangt sein könnte. Ein Restguthaben im Schließfach könnte dazu geführt haben, dass sich die Tür von innen wieder schließen ließ. Währenddessen blieben die beiden anderen Töchter der Familie am Bahnsteig beim Gepäck. Interessanterweise werden die Schließfächer am Salzburger Hauptbahnhof nicht von der ÖBB selbst betrieben, sondern der Dienst wurde an das Wiener Logistik-Unternehmen Tamburi ausgelagert. Bei der Öffnung eines Schließfachs muss die ÖBB die Firma Tamburi verständigen, die das Fach aus der Ferne öffnet. Weitere Details zu diesem Vorfall können in einem Bericht auf Rosenheim24 nachgelesen werden.
Sicherheitsbedenken an Bahnhöfen
Die Vorfälle an Bahnhöfen werfen ein wichtiges Licht auf die Sicherheitsmaßnahmen, die für Reisende, insbesondere für Kinder, getroffen werden müssen. Die Deutsche Bahn hat in diesem Zusammenhang kürzlich eine Präventionskampagne ins Leben gerufen. Diese zielt darauf ab, Jugendliche von leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen abzuhalten und auf die Gefahren an Gleisanlagen und bei Zügen aufmerksam zu machen. Das Betreten von Bahnanlagen ist verboten, und die Kampagne wird in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Bundespolizei durchgeführt.
Das Motto der Kampagne lautet: „Wir wollen, dass Du sicher ankommst“. Zahlreiche Videos, die im Rahmen dieser Initiative veröffentlicht wurden, zeigen eindringlich die Gefahren, die von unvorsichtigem Verhalten ausgehen. Dazu zählen Szenarien wie das Sprühen von Graffiti oder das Betreten der Gleise als vermeintliche Abkürzung, was in Unfällen enden kann. Ein weiteres Beispiel zeigt eine telefonierende Frau, die mit einem Kinderwagen über die Sicherheitslinie schiebt und so in Lebensgefahr gerät. Auch Jugendliche, die zu dicht an der Bahnsteigkante stehen oder ihr Gepäck dort abstellen, sind einem hohen Risiko ausgesetzt. Weitere Informationen zur Kampagne sind auf der Webseite der Deutschen Bahn zu finden: hier.
Insgesamt zeigt der Vorfall am Salzburger Hauptbahnhof, wie wichtig es ist, auf die Sicherheit von Kindern in öffentlichen Verkehrsmitteln zu achten. Eltern sollten stets ein Auge auf ihre Kleinen haben, während die Bahngesellschaften und die Behörden weiterhin an der Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen arbeiten müssen.