Die Fußballwelt in Salzburg ist wieder einen Schritt näher am Erfolg. Nach einer Durststrecke in der Europa League hat der FC Red Bull Salzburg endlich den lang ersehnten Sieg eingefahren. Mit einem klaren 2:0 gegen die Go Ahead Eagles hat die Mannschaft unter Trainer Thomas Letsch einen wichtigen Sieg eingefahren, der nicht nur das Selbstvertrauen stärkt, sondern auch die Möglichkeit auf weitere internationale Auftritte im kommenden Frühjahr sichert. „Ein Sieg ist immer das Beste“, betont Letsch, der vor dem Liga-Duell gegen Sturm Graz auf die positive Entwicklung seiner jungen Truppe hinweist.
Die Tore für Salzburg erzielten Yorbe Vertessen und Aleksa Terzic, während die Mannschaft insgesamt eine Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause zeigte. Trotz des Fehlens von Stammkräften wie Alexander Schlager und Kerim Alajbegovic konnten Jannik Schuster, 19, und der 18-jährige Torhüter Christian Zawieschitzky überzeugen. Salzburg konnte in den letzten vier Spielen nun vier Siege feiern, was nicht nur für die Fans, sondern auch für die Spieler eine wahre Wohltat ist.
Ein Blick auf die Europa-League-Saison
In der Europa-League-Tabelle belegt Salzburg momentan den 34. Platz, während die Go Ahead Eagles, die in der Eredivisie den 11. Platz einnehmen, bereits Siege gegen starke Gegner wie Panathinaikos und Aston Villa erringen konnten. Für das Duell in Salzburg wurden rund 12.000 Tickets verkauft, darunter auch 3.000 an niederländische Fans, die das Stadion zum Beben bringen wollen. Der geplante Fanmarsch von der S-Bahn-Station Taxham zum Stadion verspricht ein tolles Ambiente.
Der FC Red Bull Salzburg hat in den letzten zwei Jahren etwas von seinem Glanz verloren, und die Leistungen waren nicht immer konstant. Historisch gesehen feierten die Bullen in der Europa League große Erfolge, darunter sechs Gruppensiege in der Saison 2009/10 und einen Halbfinaleinzug 2017/18. Letschs Ziel bleibt es, die hohe Intensität und das offensiv ausgerichtete Spiel, bekannt als Tempofußball, wieder auf das Feld zu bringen. Auch wenn derzeit individuelle Fehler in der Defensive das Team plagen, weiß Letsch, dass die Mannschaft an ihrer Kompaktheit und Chancenverwertung arbeiten muss.
Der neue Modus und die Herausforderungen
Die kommende Saison der UEFA Europa League wird mit einem neuen Spielmodus beginnen, bei dem die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften von 32 auf 36 erhöht wird und die Gruppenphase entfällt. Teams werden in einem Ligasystem gegen acht zugeloste Gegner antreten. Dies bedeutet, dass die besten acht Teams direkt für die K.-o.-Phase qualifiziert sind. Die restlichen Plätze werden durch Play-off-Spiele vergeben, was die Konkurrenz umso spannender macht.
Doch nicht nur der Modus ändert sich, auch die finanziellen Rahmenbedingungen sind enorm gewachsen. Die Einnahmen aus der Europa League stiegen in den letzten Jahren von 53 Millionen Euro in der Saison 2007/2008 auf beeindruckende 481 Millionen Euro in der Saison 2022/2023. Ein weiterer Anreiz für die Teams, sich einen Platz in dieser prestigeträchtigen Liga zu sichern, ist die Prämie von sieben Millionen Euro für die Finalteilnahme, plus sechs Millionen Euro für den Turniersieg. Das Finale der Europa League 2025 findet am 21. Mai im Estadio San Mamés in Bilbao, Spanien statt, das für über 50.000 Zuschauer Platz bietet.
Für Salzburg geht es nun darum, den Schwung aus dem letzten Sieg mitzunehmen und die kommenden Herausforderungen mit Entschlossenheit anzugehen. Trainer Letsch und seine Schützlinge wollen die nächsten Spiele nutzen, um sich nicht nur in der Liga, sondern auch international zu beweisen. Mit einem klaren Fokus auf die bevorstehenden Herausforderungen kann Salzburg vielleicht schon bald wieder von großen Erfolgen träumen.