Ab dem 12. Oktober 2025 wird das Entry/Exit System (EES) in der Schengen-Zone eingeführt, und damit wird die manuelle Passstempelung neu gestaltet. Anstatt mit Stempeln arbeitet man ab dann mit einer digitalen Erfassung biometrischer Daten an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Salzburg wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, denn am 12. November 2025 wird das EES auch am Salzburger Flughafen implementiert. Laut Salzburg Airport sind die ersten Monate von längeren Registrierungszeiten geprägt, da bei der Erstregistrierung Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen erforderlich sind.

Was bedeutet das konkret für Reisende? Alle Nicht-EU-Staatsangehörigen, die visumfrei oder mit Kurzaufenthaltsvisum in den Schengen-Raum reisen, sind betroffen. Ausnahmen bestehen für EU- und EFTA-Bürger, die relativ ungehindert reisen können, sowie für Angehörige bestimmter Kleinstaaten wie Andorra oder Monaco. Aber keine Sorge: Langzeitvisum-Inhaber oder Personen mit Aufenthaltsgenehmigung eines Schengen-Staates können ebenfalls ohne zusätzliche Registrierung einreisen. Im Großen und Ganzen wird die Datenaufnahme von Name, Geburtsdatum, Reisedokumentdaten und biometrischen Informationen die Kontrolle der zulässigen Aufenthaltsdauer – die berühmte 90/180-Tage-Regel – maßgeblich vereinfachen.

Einrichtung und Abläufe

Die geplanten EES-Kontrollen werden am Non-Schengen-Einreisezugang im Ankunftsterminal stattfinden. Für Spitzenzeiten, insbesondere während der Wintersaison, wird ein eigener „EES-Satellit“ zur Verfügung stehen, um die Einreise noch flüssiger zu gestalten. Diese Erläuterungen stammen von der Europäischen External Action Service, der betont, dass die vollständige Betriebsaufnahme des EES für den 10. April 2026 geplant ist.

Zur Technologisierung gehört auch, dass im General-Aviation-Bereich bereits technische Umrüstungen vorgenommen wurden. Der Einsatz von E-Gates und Self-Service-Kiosken soll die Abfertigung nach der anfänglichen Registrierung beschleunigen. Es ist jedoch zu erwarten, dass die ersten Registrierungsprozesse etwas länger dauern werden, während die Abläufe im Anschluss zügiger vonstatten gehen.

Relevanz für das Grenzmanagement

Mit der Einführung des EES wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch der Reisekomfort gesteigert. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den zunehmenden Reisebewegungen und Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Wie die Trans.info berichtet, wird das digitale System dazu beitragen, die Grenzkontrollen zu beschleunigen und die innere Sicherheit zu verbessern. Fälschungen und Missbrauch von Reisedokumenten sollen erschwert werden, während die effiziente Erfassung von Ein- und Ausreisen ebenfalls angegangen wird.

Die Reisewelt wird sich verändern, und insbesondere aus der Sicht von Drittstaatsangehörigen sind die kommenden Änderungen eine große Sache. Das EES könnte für mehr Sicherheit an unseren Grenzen sorgen, ohne dabei den Reisenden den Spaß am Entdecken zu verderben. Wer clever plant und sich rechtzeitig auf die neuen Verfahren einstellt, wird mit Sicherheit auch in Zukunft gerne reisen.