In einem nervenaufreibenden Spiel mussten sich die Eisbären Berlin am Dienstag mit 1:4 gegen den EC Red Bull Salzburg in der Champions Hockey League geschlagen geben. Trotz dieser Niederlage äußerte sich Trainer Serge Aubin positiv über seine Mannschaft. „Ich bin stolz auf unsere Spieler, die bis zum Schluss gekämpft haben“, berichtete Aubin nach dem Spiel. Die Eisbären verfehlten mit dieser Niederlage ihr Ziel, ins Achtelfinale des Wettbewerbs einzuziehen, und stehen nun vor einer Herausforderung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Besonders prekär ist die Personalsituation der Eisbären, die ohne neun verletzte oder erkrankte Stammspieler antreten mussten. Unter den Verletzten befindet sich auch Korbinian Geibel, der sich schwer am Bein verletzte und nun mehrere Monate ausfallen wird. „Die Diagnose war ein Schock für uns“, äußerte Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer. Geibel wird zeitnah operiert und ließ in dieser Saison bereits einige beachtliche Leistungen auf dem Eis sehen, einschließlich seiner Einsätze in der Champions Hockey League und in der DEL.

Verletzungsbedingte Herausforderungen

Die Eisbären sind mit ihrem Verletzungspech nicht allein. In den deutschen Eishockey-Profiligen sind Verletzungen ein häufiges Problem. Laut einer Statistik von Statista aus der letzten Saison sind die häufigsten Verletzungen vor allem im Bereich der Beine und Schultern zu finden, was auch die Eisbären stark betroffen hat. Neben Geibel müssen auch defensivwichtige Spieler wie Kai Wissmann, Markus Niemeläinen und Marco Nowak als langfristige Ausfälle beklagt werden.

Zusätzlich konnten Mitch Reinke und Blaine Byron im Spiel gegen Salzburg ebenfalls nicht mitwirken. Trotz dieser schwierigen Umstände gelang es den Eisbären, zuletzt vier Ligaspiele in Folge zu gewinnen und sich damit etwas Luft zu verschaffen. Aubin hofft, dass einige der verletzten Spieler bis zum nächsten DEL-Spiel am Freitag gegen die Grizzlys Wolfsburg wieder fit sind. „Wir müssen uns anpassen und unser Bestes geben“, so Aubin optimistisch.

Die Eisbären stehen also vor einer verlassenen Arena an Möglichkeiten und Herausforderungen. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, nicht nur für die aktuelle Saison, sondern auch für die Moral des Teams. Wie sie mit den weiterhin wachsenden Verletzungssorgen umgehen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Mit Kampfgeist und einem starken Zusammenhalt kann das Team auch in schwierigen Zeiten bestehen.

Für alle Eishockey-Fans bleibt die Anspannung hoch, wie es mit den Eisbären weitergeht. Am Freitag um 19.30 Uhr steht das nächste wichtige DEL-Spiel auf dem Programm, und alle Augen werden auf die Zusammensetzung des Teams gerichtet sein. Das bedeutet für die Eisbären nicht nur einen Wettkampf, sondern auch einen Test ihrer Widerstandsfähigkeit und Teamgeist.

Für detaillierte Informationen zu den aktuellen Verletzungen und zur restlichen Saison können interesierte Leser die Berichte von Süddeutsche, Eishockey.net und Statista konsultieren.