Am 21. März 2026 dürfen sich Krimi-Fans auf eine spannende Neuheit freuen: Der Spielfilm „Am seidenen Faden“ bringt die dunklen Abgründe der Kriminalpsychologie auf die Bildschirme und begeistert mit einer fesselnden Handlung. Entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland, wird der Film unter der Regie von Till Franzen präsentiert und zeigt die Salzburger Hauptkommissarin Anna Grünwald, gespielt von Lisa Schützenberger. Mit nur wenig Erfahrung im Umgang mit Serien- oder Ritualmördern steht sie vor einer herausfordernden Ermittlung, die zwei Entführungen miteinander verknüpft.
In dieser packenden Geschichte wird Anna Grünwald von ihrem Kollegen Kevin Ganslinger, gespielt von Franz Josef Danner, unterstützt. Gemeinsam suchen sie Rat beim renommierten Kriminalpsychologen Thomas Meiberger, der an der Universität Salzburg lehrt und für seine spektakulären Unterrichtsmethoden bekannt ist. Doch nicht jeder ist von ihm begeistert – die Dekanin Andrea Breuer, verkörpert von Anna Loos, und sein Sohn Patrick (Lino Gaier) haben ihre eigenen Ansichten über Meibergers Arbeitsweise. Meiberger wird eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung der mysteriösen Fälle spielen, die durch die bizarre Kennzeichnung der Entführungsorte mit detailgetreuen Marionetten der Opfer noch unheimlicher werden.
Die Faszination für Serienmörder
Die Psychologie hinter Serienmördern hat schon immer die Öffentlichkeit fasziniert, und Mark Benecke, ein Kölner Kriminalbiologe mit über 20 Jahren Erfahrung in der wissenschaftlichen Forensik, erläutert, warum diese Täter oft ein „gutes Gefühl“ für ihre Umgebung verloren haben. In seiner Arbeit beschreibt Benecke, dass Serienmörder unsoziale Persönlichkeitsstörungen aufweisen und ihre Emotionen oft nur in Bezug auf ihre Opfer erleben. Diese Einsamkeit und die daraus resultierenden Bindungsstörungen führen dazu, dass sie andere Menschen als Mittel zum Zweck betrachten.
Einige der bekanntesten Serienmörder wie Jürgen Bartsch und Ted Bundy zeigen unterschiedliche Motivationen und Vorgehensweisen, doch das gemeinsame Merkmal ist oft ein Verlust des Unrechtsbewusstseins. Benecke kuratiert die Ausstellung „Serial Killer“ in Berlin, die aufgrund der hohen Nachfrage verlängert wurde und Einblicke in die Arbeit internationaler Ermittlungsbehörden sowie die psychologischen Hintergründe dieser Täter bietet. Hier wird deutlich, dass die Persönlichkeitsmerkmale von Serienmördern meist in der Kindheit und Jugend geprägt werden, ein Aspekt, der auch für die fiktive Figur Anna Grünwald von Bedeutung ist, wenn sie sich mit den Entführungen auseinandersetzt.
Kriminalpsychologie im Fokus
Die Kriminalpsychologie, ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit den Verhaltensweisen von Straftätern und den psychologischen Prozessen hinter ihren Taten beschäftigt, spielt eine entscheidende Rolle in der Aufklärung von Verbrechen. Sie analysiert kognitive, emotionale und soziale Faktoren, die zu kriminellem Verhalten führen. Die Erstellung von Täterprofilen ist ein wesentlicher Bestandteil der Kriminalpsychologie, um wiederkehrende Muster zu erkennen und gezielt nach Verdächtigen zu suchen.
Die Erkenntnisse aus der Kriminalpsychologie sind nicht nur für Ermittler von Bedeutung, sondern auch für die Entwicklung von Präventionsstrategien und Interventionsmaßnahmen. In der Populärkultur wird oft ein verzerrtes Bild von Kriminalpsychologen vermittelt, weshalb es wichtig ist, die tatsächlichen Zusammenhänge und Mechanismen zu verstehen. Das Verständnis psychologischer Profile hilft, Risiken zu minimieren und kann dabei unterstützen, dass sich wie in „Am seidenen Faden“ die Wahrheit hinter den Verbrechen offenbart.
Für die Fans von spannenden Kriminalgeschichten und denjenigen, die sich für die Psychologie hinter Verbrechen interessieren, ist „Am seidenen Faden“ ein absolutes Muss. Die Kombination aus fesselnder Handlung und tiefen Einblicken in die menschliche Psyche macht diesen Film zu einem besonderen Erlebnis. Weitere Informationen zu diesem spannenden Krimi finden Sie auch auf der ARD Mediathek.


