Am 1. Juli 2023 hat das Salzburger Filmkulturzentrum Das Kino einen neuen Kopf bekommen. Josef Kirchner übernimmt die Leitung von Renate Wurm, die seit 1992 im Kino tätig war und 2017 die Verantwortung als Leiterin übernommen hatte. Kirchner, der sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchsetzte, bringt eine Fülle an Erfahrung in die Rolle ein. Bereits zwischen 2009 und 2010 leitete er das Filmtheater Kitzbühel und war zuletzt sechs Jahre lang für das Literaturfest Salzburg verantwortlich.

Kirchner ist in der Salzburger Kulturszene bestens vernetzt. Er hat sich in verschiedenen Funktionen im Salzburger Programmkino engagiert, insbesondere als Verantwortlicher für das Mobile Kino, das Open-Air-Kinos in Salzburg organisiert. Seine Vision für Das Kino ist klar: Er möchte den unabhängigen Ort für Filmkultur stärken und neue Perspektiven für alternatives Kino eröffnen. Dabei setzt er auf den Ausbau von Kooperationen und die Ansprache neuer Publikumsgruppen.

Ein Ort mit Geschichte

Das Kino hat seinen Platz in der Salzburger Altstadt seit über 40 Jahren gefestigt und zeigt vorwiegend Filme in Originalfassung. In den letzten Jahren hat sich das Kino als Nischenkino etabliert, das Arthouse-Filme präsentiert und somit das Kinoangebot in Salzburg ergänzt. Dies trägt nicht nur zur Belebung der Innenstadt bei, sondern zieht auch jährlich rund 80.000 BesucherInnen an, mit einem besonderen Fokus auf heimische Produktionen von Salzburger Filmemachern.

Die letzten Jahre waren für das Kino eine Herausforderung, insbesondere durch die Coronakrise. Doch die wirtschaftlichen und Besucherzahlen zeigen sich mittlerweile wieder positiv. Renate Wurm und ihr Team haben große Anstrengungen unternommen, um das Kino zu vergrößern, was jedoch nicht in dem gewünschten Umfang gelungen ist. Trotzdem hat das Kino seine Technik umfassend modernisiert und das Foyer barrierefrei gestaltet.

Ein vielversprechender Ausblick

Kirchners Engagement für die Salzburger Kulturszene zeigt sich nicht nur in seiner Arbeit für Das Kino, sondern auch als Mitglied des Landeskulturbeirats, wo er sich für die Belange der Kinofragen einsetzen kann. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für die Absicherung von Kulturschaffenden, was in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist. Er hat Bücher veröffentlicht, darunter „Idealismus und Kulturprekariat“ sowie den Essayband „Wer deutet die Welt?“. Diese Werke reflektieren seine tiefgehenden Gedanken zur Kunst- und Kulturproduktion.

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Das Kino startet 2024 mit zwei vielversprechenden Premieren: „Rickerl“ von Adrian Goiginger und „Andrea lässt sich scheiden“ von Josef Hader. Zudem stehen wichtige Veranstaltungen wie das Bergfilmfestival vom 13. bis 24. November und das Lateinamerika-Filmfestival auf dem Programm. Aktuell laufen Specials wie eine italienische Filmreihe und das „Science meets Fiction“-Festival, die das Kino zusätzlich beleben.

Mit Kirchner an der Spitze steht Das Kino vor einer spannenden Zukunft, die nicht nur die lokale Kulturszene bereichern wird, sondern auch neue Perspektiven für die Filmkultur in Salzburg eröffnet. Hier wird weiterhin ein Raum geschaffen, in dem cineastische Träume und kulturelle Vielfalt aufeinandertreffen, was die Salzburger Altstadt umso lebendiger macht.