Im September 2025 war die österreichische Literatur in Istanbul ein großes Thema, als der Schriftsteller Peter Simon Altmann aus Salzburg dort eine Lesung hielt. Der Resonanzraum, der durch seine Werke geschaffen wird, spiegelt nicht nur sein Kohärenz zur österreichischen Literatur wider, sondern auch die Verbindung von interkulturellen Perspektiven, die sein Schaffen prägen. Altmann, geboren am 29. März 1968 in Salzburg, hat sich nach einem Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Salzburg seit 1999 dem Schreiben gewidmet und bereist seither regelmäßig Ostasien. Seine literarischen Arbeiten umfassen Lyrik, Essays und Prosatexte und sind von Philosophie, Ästhetik und gesellschaftlichen Fragestellungen durchzogen, wie bmeia.gv.at berichtet.
Besonders hervorzuheben ist sein Roman „Das Andere“, in dem der Protagonist Jakob Waltz, ein erfolgreicher Unternehmer, nach einem Herzinfarkt gezwungen ist, sein Leben zu überdenken. Diese radikale Neubewertung führt ihn auf eine Reise nach China und Thailand, inspiriert von dem französischen Schriftsteller Victor Segalen. Die zentralen Themen des Romans, insbesondere die Idee des „Anderen“, behandelt Altmann mit einer besonderen interkulturellen Tiefe, die ebenfalls in seinen Essays, wie „Salzburger Orte der Weltliteratur“, zum Tragen kommt.
Einblick in Altmanns Werk
Seine Essaysammlung widmet sich literarischen Schauplätzen in Salzburg und Umgebung und zeigt, wie bestimmte Orte Schriftsteller inspirierten. Der Band vereint zwölf Essays, die literarische Topographien und persönliche Gedanken verbinden. Diese Verbindung von Ort und Literatur spiegelt die Tradition der österreichischen Literatur wider, die eng mit Kultur und Geschichte verknüpft ist, angefangen von mundlich überlieferten Dichtungen im Frühmittelalter bis hin zu den reichhaltigen literarischen Strömungen der Neuzeit, wie es Wikipedia veranschaulicht.
Altmann ist auch bekannt für seine poetische Sprache und die philosophische Tiefe seiner Werke. Kritiker loben seinen erstklassigen Stil sowie seine Verbindung zur erkenntnistheoretischen Tradition Hugo von Hofmannsthals, einem bedeutenden österreichischen Schriftsteller. Seine Schriften thematisieren oft die Beziehungen zwischen Kulturen und die Sinnfragen des Lebens, was besonders in seiner Asien-Trilogie deutlich wird. Werke wie „Der Zeichenfänger“ und „Der Zurückgekehrte“ belegen dies und zeigen, wie stark Altmanns Werk von seinen Aufenthalten in Japan, Korea und China geprägt ist.
Literarische Präsentationen
Altmann stellte seine Werke unter anderem an verschiedenen Orten in Ostasien vor, was den internationalen Charakter seiner Literatur widerspiegelt. Selbst in der aktuellen Zeit bleibt die österreichische Literatur lebendig, vielfältig und anpassungsfähig, was durch Altmanns Engagement in Projekten wie „Österreichische Kunst, Kultur und Literatur des 20./21. Jahrhunderts“ deutlich wird. So fand eine Lesung am 06. Oktober 2025 im Österreichischen Kulturforum Istanbul statt, gefolgt von weiteren Veranstaltungen an der Marmara Universität und der Istanbul Universität.
Neben seinen literarischen Aktivitäten bemühte sich Altmann auch politisch und war 2017 sowie 2019 auf der Bundesliste von Sebastian Kurz als Kandidat bei den Nationalratswahlen aktiv. In seinem kreativen Schaffen bleibt er jedoch ein freier Schriftsteller, dessen Werke immer wieder die kulturellen und philosophischen Dimensionen seiner Heimatregion aufgreifen, wie es auch die lange Geschichte der österreichischen Literatur von den Anfängen bis zur modernen Gegenwart zeigt, wie in Österreichische Literatur nachzulesen ist.
Altmanns Rückkehr nach Salzburg im Jahr 2006 und seine jährlichen Reisen nach Ostasien zeigen sein Bestreben, die Verbindung zwischen seiner Heimat und den Kulturen, die ihn inspirieren, weiter zu vertiefen. Lassen Sie uns gespannt bleiben auf die nächsten Werke dieses außergewöhnlichen Autors, dessen Stimme in der österreichischen Literatur fest verankert ist.