In der charmanten Stadt Salzburg, genauer gesagt in der Herrnau, begegnen einem die beeindruckenden Kunstwerke des Bildhauers Josef Magnus. Diese beiden Plastiken, „Zwei Hähne“ und „Zwei Hunde“, sind nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch ein hervorragendes Beispiel für die Kunstfertigkeit des Künstlers, der es meisterhaft versteht, Tierfiguren in klare, reduzierte Formen zu übersetzen, ohne dass deren Charakter dabei auf der Strecke bleibt.
Die Skulptur „Zwei Hähne“ steht in der Konrad-Laib-Straße 9–11 und erreicht eine Höhe von etwa 1,2 Metern. Hier stehen zwei überlebensgroße Hähne einander gegenüber, wachsam und gespannt. An der Ulrich-Schreier-Straße 15 findet man die zweite Plastik, „Zwei Hunde“, die mit einer Höhe von 1,8 Metern aufwartet. Diese beiden Hunde, vermutlich Schäferhunde, zeigen eine interessante Dynamik: Einer blickt nach Norden, der andere nach Osten. Beide Werke strahlen eine freundliche Vertrautheit aus und sind Teil des Wohnumfelds, was sie für die Anwohner zu tierischen Nachbarn macht. Josef Magnus, ein Salzburger Künstler, prägte durch seine zahlreichen Plastiken das Stadtbild und besonders die Tierdarstellungen haben einen besonderen Platz im Herzen der Salzburger gefunden. Mehr über seine Werke und deren Wirkung kann man in einem Artikel der Dorfzeitung nachlesen.
Retrospektive zum 20. Todestag von Josef Magnus
Im Jahr 2025 wird eine Retrospektive zum 20. Todestag von Josef Magnus stattfinden, die den bemerkenswerten Einfluss des Künstlers auf den öffentlichen Raum würdigt. Die Vernissage ist für Sonntag, den 1. Juni 2025, um 11:00 Uhr angesetzt, und die Ausstellung wird bis zum 21. Juni 2025 geöffnet sein. Diese Ausstellung zeigt vor allem Kleinplastiken aus Bronze, die oft als Vorlagen für seine großformatigen Werke dienten. Viele Salzburger verbinden die Skulpturen nicht mit seinem Namen, was die Bedeutung der Retrospektive umso mehr unterstreicht.
Die Werke von Josef Magnus sind nicht nur im öffentlichen Raum von Salzburg verstreut, wie etwa im Mirabellgarten, am Flughafen, in Hellbrunn und vielen weiteren Orten, sondern auch in der Salzburger Marionettenbühne, wo er nahezu 800 Figuren und Köpfe schnitzte, die noch heute verwendet werden. Peter Husty, Kunsthistoriker und Chefkurator des Salzburg Museum, wird zur Ausstellung sprechen und damit die breite Palette von Magnuses künstlerischem Schaffen und seinen Einfluss auf die Kunstszene Salzburgs ins Licht rücken. Mehr Informationen zu dieser Ausstellung finden Sie auf der Website des Schloss Wiespach.
Die Kunst von Josef Magnus bleibt ein bedeutender Teil der Salzburger Kultur und Geschichte. Seine Fähigkeit, Emotionen und Charaktere in Stein zu fassen, verleiht seinem Werk eine zeitlose Qualität, die sowohl Einheimische als auch Besucher der Stadt anspricht. In einer Zeit, in der moderne Kunst oft ins Abstrakte abdriftet, ist die klare, reduzierte Formensprache von Magnus ein willkommener Anker. Die bevorstehende Retrospektive bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich mit seinem Schaffen auseinanderzusetzen und die tiefere Bedeutung seiner Werke zu erfassen.



