In Salzburg wurde kürzlich die dreitägige Konferenz zum internationalen Kooperationsprojekt „Kulinarisches Erbe der Zisterzienser in Mitteleuropa“ erfolgreich abgeschlossen. Am 28. September 2025 fand der finale Tag mit rund 50 Experten aus Wissenschaft, Kultur und Politik statt, um die Ergebnisse und den Fortschritt des Projektes zu diskutieren. Diese Konferenz war der Höhepunkt einer länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich, die bereits im März 2023 begonnen hat. Bamberg meine Stadt berichtet, dass das Ziel des Projekts darin besteht, das kulinarische und kulturelle Erbe des Zisterzienserordens einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Die Zisterzienser, die 1098 in Burgund gegründet wurden, haben über die Jahrhunderte viele Klöster und ihre Landschaften hinterlassen, die bis heute gut erhalten sind. Eine der wesentlichen Bestrebungen dieses Projektes ist es, die ursprünglichen Rezepte zu erforschen und sie auf moderne Weise aufzubereiten, um die historische Ernährungskultur mit Leben zu füllen. Im Rahmen der Initiative werden nicht nur historische Rezepte in einer Online-Datenbank der Gastrosophie dokumentiert, sondern auch Unterrichtsmaterialien für Schulen sowie 3D-Modelle von Klosterküchen und Refektorien erstellt.Cisterscapes.eu hebt hervor, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, das „Kulinarische Erbe der Zisterzienser“ für die breite Öffentlichkeit verständlich zu machen.
Ein aufregendes Projekt zieht Aufmerksamkeit auf sich
Die Abschlusstagung war mit ihren interessanten Themen wie Zisterziensergeschichte, Ernährungsgeschichte und Kulturerbe ein echtes Highlight. Workshops ergänzten die Veranstaltungen und ermöglichten einen vertieften Austausch über die Tischkultur der Mönche und vergessene kulinarische Schätze. Dies alles geschieht im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Klosterstätten des Cisterscapes-Netzwerks, das 17 Klosterlandschaften in fünf Ländern umfasst, und die 200.000 Euro Förderung von der EU macht es erst möglich, dieses ehrgeizige Projekt zu realisieren, wie es die Paris-Lodron Universität Salzburg erklärt.
Ein weiteres spannendes Element sind die geplanten Kochworkshops, die dazu dienen sollen, alte Rezepte in die Gegenwart zu übertragen. Diese Aktivitäten sind besonders darauf ausgelegt, junge Menschen für das kulinarische Erbe zu begeistern und sie aktiv einzubeziehen. Die Ergebnisse des Projektes werden schließlich in einem Projektband dokumentiert und die Klosterlandschaften werden anschaulich präsentiert.
Ein festes Gefüge von Partnerschaften
Das Team des Projekts unter der Leitung von Assoziiertem Professor Dr. Michael Brauer von der Universität Salzburg besteht aus mehreren engagierten Mitgliedern, darunter Verena Deisl und Julian Bernauer. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Thema „Kulinarisches Erbe“ nachhaltig bekannt zu machen und die Vernetzung von Organisationen auf europäischer Ebene zu fördern. So wird das kulinarische Erbe nicht nur bewahrt, sondern auch neu interpretiert und in die heutige Zeit übertragen.
Die nächste große Etappe wird die Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels (EKS) im April 2024 durch die EU sein, was den Projekten noch mehr Sichtbarkeit und Bedeutung verleihen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Projekte und Initiativen weiterentwickeln werden, aber klar ist: das kulinarische Erbe der Zisterzienser hat das Potenzial, ein fester Bestandteil der kulturellen Identität Mitteleuropas zu werden.