Ein ganz besonderer kultureller Leckerbissen erwartet die Salzburger und ihre Gäste: Die Ausstellung im „Monatsschlössl“ hat am Samstag ihre Türen geöffnet und wird bis Oktober 2027 zu sehen sein. Der Titel der Ausstellung, „Edelweiß“, verweist auf das berühmte Lied aus dem Film „Sound of Music“, das bis heute das internationale Bild von Salzburg prägt. Kuratorin Barbara Hagen-Walther hebt hervor, dass der Film nicht nur die Stadt, sondern auch die damit verbundenen Klischees nachhaltig beeinflusst hat.

Die Ausstellung ist in drei Themenbereiche gegliedert: Landschaft, Tracht und Musik. Im „Landschaftsraum“ können Besucher ein beeindruckendes Video mit Drohnenaufnahmen der malerischen Salzburger Landschaft bewundern, inspiriert vom Film. Salzburg wird weiterhin mit Größen wie Mozart, den Salzburger Festspielen und dem Weihnachtsklassiker „Stille Nacht“ assoziiert. Im „Trachtenraum“ sind Filmkostüme und Trachtenanzüge zu sehen, darunter ein ikonisches Kostüm von Julie Andrews.

Ein Blick hinter die Kulissen

Doch die Ausstellung bleibt nicht nur an der Oberfläche. Sie bietet auch eine historische Aufarbeitung durch Untertitel und QR-Codes, die Informationen zu Personen in Verbindung mit dem Austrofaschismus und Nationalsozialismus bereitstellen. Im „Musikraum“ wird das Repertoire der Familie von Trapp im Vergleich zur Filmmusik thematisiert, unterstützt durch Audiogeräte, die Interviews von Zeitzeugen, einschließlich der ehemaligen Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, abspielen.

Zudem kündigte Chefkurator Peter Husty die Eröffnung des neuen Museums „Sound of Music Salzburg“ für September 2026 an, deren Baumaßnahmen bereits weit fortgeschritten sind. Dieses Museum wird ein weiterer Anziehungspunkt für Fans des Films sein und die Geschichte der Familie von Trapp und die Entstehung des Films näher beleuchten.

Die wahre Geschichte der Familie von Trapp

Die Geschichte von „The Sound of Music“ basiert teilweise auf dem Buch „The Story of the Trapp Family Singers“ von Maria von Trapp. Allerdings wurden im Film viele Elemente dramatisiert oder verändert. So hatte die Familie von Trapp in Wirklichkeit nicht sieben, sondern zehn Kinder, deren Namen und Charaktere im Film erfunden wurden. Georg von Trapp war kein strenger Patriarch, sondern ein liebevoller Vater, der das Musizieren förderte. Maria von Trapp war zudem keine tollpatschige Novizin, sondern eine selbstbewusste Frau mit klaren Werten.

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Ein weiterer interessanter Punkt ist die Flucht der Familie, die im Film dramatisch über die Alpen dargestellt wird. Tatsächlich reiste die Familie legal per Zug nach Italien. Die Hochzeit von Maria und Georg fand im Nonnberg-Kloster statt, nicht in der Kirche von Mondsee. Die berühmten Lieder wie „Do-Re-Mi“ und „Edelweiss“ wurden von Rodgers & Hammerstein für das Musical komponiert, während die echte Familie überwiegend klassische und kirchliche Musik sang.

Ein Jubiläum, das gefeiert werden muss

2025 wird das 60-jährige Jubiläum von „The Sound of Music“ gefeiert. Zu den geplanten Veranstaltungen gehören Ausstellungen, Theater- und Musicalaufführungen sowie eine Jubiläumswoche mit Gala und Stargästen. Es sind auch Filme und Dokumentationen mit neuem Material in Planung, um der einmaligen Geschichte der Familie von Trapp gerecht zu werden. Ganzjährig erlebbare Angebote wie Thementouren, Kochkurse und Übernachtungspakete runden das Angebot ab.

Höhepunkte des Jubiläumsjahres sind unter anderem die Gala in der Felsenreitschule am 23. Oktober und ein Symposium im Schloss Leopoldskron, wo über den Film diskutiert wird. Zudem wird das Musical im Salzburger Landestheater wiederaufgenommen und es gibt zahlreiche Touren und kulinarische Angebote in der Umgebung.

Für alle Fans von „The Sound of Music“ lohnt sich ein Besuch der aktuellen Ausstellung im „Monatsschlössl“ und die Vorfreude auf das neue Museum sowie die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr. Informationen zur Ausstellung und den Veranstaltungen sind [hier](https://www.news.at/news/edelweiss-forever-salzburgss-sound-of-music-klischees) und [hier](https://www.sound-of-music.com/de/wissenswertes/wahre-geschichte-sound-of-music/) zu finden.